Tamara's Enjoy your Voice

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My Story…Your Story?

Singen zwischen den Genres – oder: von einem Gewässer ins nächste

In meiner Familie wurde schon immer viel gesungen. Nicht bühnenreif. Einfach nebenbei, während längerer und kürzerer Autofahrten, beim Kochen, Abwaschen, mal mit Radio mal ohne. Wenn uns danach war, haben wir unseren Mund aufgemacht und Liedfetzen vor uns hingeträllert. In dieser Hinsicht hat sich heute – 20 Jahre später – nicht viel geändert. Meinen Mann höre ich mehrmals die Woche genervt ausrufen: „Schaaaatz! Das ist schon wieder dieselbe Melodie…!“ Ich schmunzel und sing sie gleich nocheinmal.

Ansonsten hat sich jedoch sehr viel verändert. ’15‘ war ein für mich magisches Lebensjahr. Ich entdeckte die Oper und sämtliche Spielarten härterer Rockmusik. Den Grundstein dafür hatte bereits mein Vater gelegt, der mich als Kleinkind mit großem Enthusiasmus an seiner immensen Schallplattensammlung teilhaben ließ. Auch als ich Jugendliche war verbrachten wir häufig Stunden mit dieser Sammlung. Da war dann alles dabei was gut war. Angefangen von Mike Oldfield und Billy Joel (den liebte ich als 4-jährige besonders), Maria Callas über Jan Garbarek und Super Tramp bis Aphrodite’s Child und Iron Maiden. Als Kind mochte ich Rockmusik lieber als klassische Musik. Mozart fand ich nervig. In guter Dosierung weiß ich heute Mozart allerdings durchaus zu schätzen. Zum Beispiel beim Aufräumen.

Mit sechzehn begann ich mit klassischem Gesangsunterricht an einem musischen Gymnasium. Ich sang mehrere Jahre lang ausschließlich klassisch. Es begann mit Arien aus dem Frühbarock, dann ein bisschen Klassik – ich liebe Joseph Haydns Kunstlieder – bis hin zur Romantik und Moderne einige Jahre später, während ich in meiner Freizeit ausgiebig die Energie der Rockmusik in mich aufsog. So zu singen wie die Gesangshelden meiner Lieblingsbands hätte ich mich damals nie getraut, hätte nicht gewusst wie und hätte niemals geahnt, dass es gesangstechnisch möglich ist, gefahrlos in zwei verschiedenen Gewässern zu planschen. Ich sage bewusst planschen, denn aller Anfang ist etwas unbeholfen. Statt elegant und effizient zu schwimmen, geht man eher mal baden. Doch mit Übung und Hingabe wird man ein guter Schwimmer in den Gewässern der Musik dieser Welt.

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Und was ist deine Geschichte? Wann begannst Du zu singen? Gab es einen Auslöser? Gibt es einen musikalischen Ort auf der Welt, der dich besonders anspricht? Ich bin gespannt.

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